
Florian Boehlke - Beiratssprecher Burglesum
Zur Entscheidung der Deputation für Bau und Verkehr über das Projekt „Wohnen an der Lesum“ erklären die Sprecher der Beiratsfraktion von SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und Die Linken beim Ortsamt Burglesum:
Mit großem Bedauern mussten wir die Entscheidung der Deputation für Bau und Verkehr zum Projekt „Wohnen an der Lesum“ zur Kenntnis nehmen. Unsere Bedenken und Kompromissvorschläge fanden in den zahlreichen Gesprächen keine Berücksichtigung.
Die Fraktionen waren von Anfang an nie gegen eine Bebauung. Sie sollte sich aber nach unserer Auffassung harmonischer an das vorhandene Bild vor Ort anpassen. Die einzelnen Gebäude halten wir für zu hoch. Das geplante Wohngebäude mit einer Länge über 50 Meter müsse sich an die Höhe der bestehenden Lagerhalle orientieren. Der mittlere gastronomische Bau dürfe eine Höhe von fünf Metern nicht überschreiten. Auf den geplante dritte Baukörper zur Lesum-Brücke könne zugunsten einer Neugestaltung der Uferzone verzichtet werden und der Blick auf den Ortskern und auf die Lesum bliebe somit erhalten. Die nun geplante Bebauung berücksichtigt keinen dieser Vorschläge und bleibt daher für uns überdimensioniert.
Mit dem Beschluss der Deputation zu diesem vorhabenbezogenen Bebauungsplan 48 werden auch die Grenzen des bisherigen Handlungsspielraums für die Stadtteilbeiräte deutlich.
Für zukünftige Bauprojekte in solch exponierter Lage in Burglesum erhoffen wir uns eine frühzeitige und vor allem intensivere als auch ernsthafte Einbindung des Beirates. Von den Deputationen erwarten wir, dass sie mit anstatt gegen die Kommunalpolitik arbeiten, nur so kann Politik auch in den Stadtteilen verständlich vermittelt werden.


