Das Studiohaus ist ein wichtiger Bestandteil für Grambke
Die SPD-Beiratsfraktion informierte sich bei einem Besuch des Studiohauses Grambke über die aktuellen Entwicklungen der Einrichtung und diskutierte dabei mit dem ersten Vorsitzenden Bernd Rannenberg und dem neuen Öffentlichkeitsarbeiter Rainer Knopf über mögliche Perspektiven des Hauses.
Das Hauptproblem sind die Finanzen, erfuhren die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten von Rannenberg gleich zu Beginn des Besuches. Fehlende Beträge zur Deckung der regelmäßig anfallenden Kosten schränken den Handlungsspielraum der Einrichtung ein. Zwar sind aus dem Kulturressort weitere Mittel für geplante Aktivitäten zugesagt, diese könnten aufgrund der Haushaltssperre aber derzeit nicht ausgezahlt werden, meinte Rannenberg.
Gemeinsam diskutierten die Anwesenden daher über mögliche Alternativen für eine Belebung des Studiohauses. Das Haus biete sehr gute Räumlichkeiten für Sitzungen von Vereinen und Verbänden aus dem Stadtteil, aber auch Tagesseminare könnten hier problemlos durchgeführt werden, so die Kommunalpolitiker. Kritisiert wurde von der SPD-Beiratsfraktion in diesem Zusammenhang die in der Vergangenheit zu starke Ausrichtung des Hauses auf kulturelle Veranstaltungen. Die SPD-Politiker begrüßten daher die Gründung eines ehrenamtlichen „Bürgerbüros“ als Vermittlungsstelle für die Alltagsprobleme der Menschen im Quartier. „Dieses ist aus unserer Sicht genau der richtige Ansatz für eine weitere notwendige Öffnung des Hauses für den Ortsteil“, so Boehlke. „Neben kulturellen Angeboten brauchen wir vor Ort vor allem auch niederschwellige Angebote im sozialen Bereich.“
Für eine erfolgreiche Arbeit ist aber auch die Vernetzung mit den Bürgerinnen und Bürger sowie den Vereinen und Einrichtungen des Stadtteils wichtig. Die neue Stadtteilzeitung ist hierfür ein gutes Instrument, um auf die Aktivitäten des Hauses aufmerksam zu machen.
Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten unterstützen das Studiohaus auch weiterhin bei ihrer Forderung nach einer langfristig gesicherten Personalstelle. Das Engagement der befristeten Mitarbeiter hilft dem Studiohaus zwar kurzfristig, um aber die Einrichtung mit ihren Angeboten erfolgreich koordinieren zu können, bedarf es hier einer langfristigen Personallösung.
„Das Studiohaus ist eine notwendige Einrichtung für die positive Entwicklung des Alwin-Lonke-Quartiers und für den gesamten Ortsteil Grambke. Wir sehen daher das Studiohaus als ein Bürgerzentrum für Grambke, dessen Weiterentwicklung wir als SPD auf jedenfall politisch unterstützen werden“, sagte Boehlke.
Veröffentlicht am 19.08.2010
Kurzfristig Beratungsstelle für Berufskrankheiten einrichten
Die SPD-Bürgerschaftsfraktion fordert den Senat auf, kurzfristig eine Beratungsstelle für von Berufskrankheiten betroffene Menschen einzurichten. „Wir wollen dabei helfen, dass Betroffene schneller Hilfe erhalten. Es ist unwürdig, wie etwa die Vulkanesen jahrelang um ihre berechtigen Ansprüche kämpfen müssen“, erklärt die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ursula Arnold-Cramer. Deshalb sei es auch wichtig, dass der Senat sich auf Bundesebene für eine Umkehr der Beweislast und die Aufbewahrungspflicht von Schadstoffregistern in den Unternehmen von minimal 40 Jahren einsetze. „Das würde es den Betroffenen sehr erleichtern, den Zusammenhang zwischen Erkrankung und berufsbedingter Verursachung nachzuweisen“, erläutert die Gesundheitspolitikerin.
Die Beratungsstelle soll nach den Vorstellungen der Fraktionen eng mit der bestehenden ehrenamtlichen Beratung, etwa für Asbestose in Bremen-Nord, verzahnt werden. „Wir wollen auf dieser guten Arbeit aufbauen. Es macht Sinn, dass die Beratungsstelle in Regie der Selbsthilfegruppen eingerichtet wird. Nur dann ist da auch Verantwortlichkeit und Engagement drin“, berichtet Arnold-Cramer. Sie würde es begrüßen, wenn die geforderte Beratungsstelle in Bremen-Nord eingerichtet würde. Asbest ist ein zentrales Thema, aber in der Beratungsstelle soll es auch bei anderen Berufskrankheiten Unterstützung geben. „Das können etwa Hautschäden von der Wollwäsche sein oder Erkrankungen in Bezug auf Radarstrahlen bei der Bundeswehr“, so die Gesundheitspolitikerin. Eine Möglichkeit der Finanzierung sieht sie über das Budget des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Auch Kirchen, Gewerkschaften, Krankenkassen oder die Arbeitnehmerkammer könnten in die Realisierung und Finanzierung eingebunden werden.
Veröffentlicht am 18.08.2010
Liebe Genossinnen, liebe Genossen,
wie Ihr wisst, wird bei der Bürgerschaftswahl am 22. Mai 2011 das neue bremische Wahlrecht zum ersten Mal angewendet.
In den letzten Tagen und Wochen mehren sich allerdings die Berichte darüber, dass das neue Wahlrecht von vielen Menschen als zu kompliziert wahrgenommen wird. Inzwischen wird auch auf die mögliche Gefahr einer sinkenden Wahlbeteiligung insbesondere älterer Bremerinnen und Bremer aufgrund des neuen Wahlrechts aufmerksam gemacht. Das neue Wahlrecht darf aber auf keinen Falldazu führen, dass noch mehr Menschen der Wahl fernbleiben.
Um den Bürgerinnen und Bürgern die Änderungen des Wahlrechts zu erläutern, werden wir als SPDBürgerschaftsfraktion unsere in diesem Jahr stattfindende Sommer-Tour durch Bremen und Bremerhaven deshalb unter das Motto „Infotour Neues Wahlrecht“ stellen.
Wir hoffen dabei auf Eure tatkräftige Unterstützung. Denn wir müssen gemeinsam alles dafür tun, die Wahlbeteiligung zu steigern und damit die Legitimation unserer Demokratie und den Rückhalt der gewählten Volksvertreter zu stärken.
Der Terminliste entnehmt Ihr, wann wir in Eurer Nähe sind. Wir hoffen, Euch dann zahlreich begrüßen zu dürfen. Infomaterial stellen wir, wenn ihr Fragen habt, wendet Euch bitte an
André Nonnenkamp
Telefon: 0421 / 336 77 39
oder an
Michael Steffen
Telefon: 0421 / 33 65 877
Mobil: 0171 / 37 65 612
Mit freundlichen Grüßen
Björn Tschöpe
Flyer Neues Wahlrecht
Veröffentlicht am 11.08.2010
Zufallszitat:
Die Kunst ist mit allem zu ihr Gehörenden und noch Hinzukommenden auch ein Problem, und zwar, wie man sieht, ein verwandlungsfähiges, zäh- und langlebiges, will sagen ewiges.
[Paul Celan (1920-1970), deutschsprachiger Lyriker (Mohn und Gedächtnis)]