
Bremen setzt auf zusätzliche Sprachförderung bereits in den Kitas. Und der Bedarf ist hoch, gerade in Bremen-Nord. So hat Burglesum mit 195 Kindern die höchsten Förderzahlen aller Bremer Stadtteile. Auf Basis der Ergebnisse des CITO-Tests und einvernehmlichen Entscheidungen mit den jeweiligen Eltern hat die Projektkoordination Frühkindliche Bildung den Umfang für 2009/2010 ermittelt, der am morgigen Dienstag im Jugendhilfeausschuss vorgestellt wird. „Insgesamt erhalten in Bremen 1.457 Kinder eine Sprachförderung, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Das ist ein wichtiges Signal für mehr Chancengleichheit in der Bildung“, sagt die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Margitta Schmidtke. Denn in der Schule von Anfang an die deutsche Sprache zu beherrschen, sei die Voraussetzung für einen guten Abschluss. „Die rot-grüne Koalition verdoppelt dafür die Finanzmittel von 387.000 Euro im Vorjahr auf 780.000 Euro und investiert zusätzlich rund 300.000 Euro in die Qualifizierung der Erzieherinnen“, berichtet Schmidtke.
Wie wichtig das ist, zeigt sich am Bedarf in den Bremen-Nord. In Vegesack erhalten 103, in Blumenthal 131 Kinder zusätzliche Sprachförderung. Den meisten Bedarf haben in Bremen-Nord die Kitas in sozialen benachteiligten Quartieren wie Wasserturm, „Haus Windeck“ in Grohn, Marßel und An Smidts Park sowie die integrative Einrichtung am Flintacker. „Dabei ist ganz wichtig, dass alle Kinder mit Bedarf Sprachförderung erhalten, egal, ob mit oder ohne Migrationshintergrund“, so Schmidtke. „Zudem werden erstmals insgesamt 287 Elterngespräche in Bremen-Nord angeboten und bezuschusst, was ich für ganz wichtig halte, damit die Kinder auch von zuhause beim Aufholen ihrer sprachlichen Defizite unterstützt werden.“


